Auf nach Portland, (Oregon Pt. 2)

8. April 2018

Pünktlich zum Memorial Day Weekend verlassen wir die 101, denn unser nächster fest geplanter Stop wird uns für drei Nächte nach Portland und zum Mount Hood führen.

Kurz nach der Abfahrt aus Netarts machen wir kurzentschlossen noch einen Zwischenstopp in Tillamook am „Übergangs“ Käse-Museum. Es ist sehr amerikanisch, aber sehr unterhaltsam. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß. Weiter geht es gen Portland und der Weg dahin zeigt, dass wir uns wohl richtig entschieden haben. Denn es ist Memorial Day Weekend, eines der wenigen langen Wochenenden in den USA, wo der Großteil der Bevölkerung frei hat, und da zieht es die Städter natürlich raus an die Küste :). Unsere Fahrspur ist quasi leer, aber Richtung Strand ist es sehr, sehr, sehr voll. Alles richtig gemacht!

Portland

In Portland gibt es dann natürlich einige Touristenpunkte zu sammeln: Anstehen bei Voodoo Doughnuts (yummy!), das Heathmen Hotel anschauen (Hello Mr. Grey), die Portlandia knipsen, am Columbia River flanieren, im Washington Park den Blick auf Mt. Hood genießen und mit dem Lütten spielen. Apropos Sohnemann, bei Powell’s Books unbedingt in die Kinderbuchabteilung gehen! Natürlich nicht zu vergessen die kleine Nachbarschaftstour durch Nob Hill inklusive lecker Ramen und hipstem Eis mit entsprechender Schlange davor.

Nicht zu empfehlen, wie in allen US-amerikanischen Großstädten (aber wir machen den Fehler immer wieder gerne) abends zu Fuss durch Downtown. Das ist mal wieder die harte Realität des US-Sozialwesens.

Nach soviel Stadt, haben wir uns natürlich wieder ein Stückchen Natur gegönnt. In einer knappen Stunden waren wir am Mt. Hood und hatten uns eine schöne Rundwanderung ausgesucht. Leider lag der Schnee noch Knietief und eine Orientierung war schlicht und ergreifend nicht möglich. Da Frau Bayer sowiso hinter jedem Baum einen Bär wittert sind wir noch etwas herumgestreunt und sind bis zu einem Miniwasserfall maschiert. Danach war es Zeit für einen weiteren Outlet-Mall Abstecher in den Süden bei Woodburn. Da muss man unserer Meinung nach nicht gewesen sein. Abends noch fix ins Red Robin Family-Diner und dann ab in die Kiste, denn die letzte Etappe in Oregon steht vor der Tür: das Städtchen Astoria.

Astoria

In Astoria angekommen lernen wir direkt etwas. Die steilste Straße der USA ist nämlich nicht in San Francisco sondern hier! Wir checken im süßen Atomic Motel ein und genießen direkt nebenan bei Pig’n’Pancakes Dinerflair und lecker Dineressen. Da Fort Clatsop quasi um die Ecke liegt, statten wir der historischen Stätte natürlich einen Besuch ab. Das Fort diente 1805/06 der Lewis und Clark Expedition als Winterlager. US-typisch wurde alles wieder auf- und nachgebaut und für den Besucher erlebbar gemacht. Das mutet mir zwar immer wieder etwas merkwürdig an, aber gerade für Kinder ist diese Form der Geschichtsvermittelung eine tolle Sache.

Als alter Hobby-Seebär musste natürlich im Anschluss noch das Columbia River Maritime Museum besucht werden, und es hat sich absolut gelohnt! In der Fort George Brewery genießen wir unser Dinner mit tollem Blick auf die Einfahrt des Columbia River und wie die riesigen Containerschiffe vorbei ziehen. Zum Abschluß spazieren wir gemütlich über den Boardwalk zurück zum Motel und saugen die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf.

Ach ja, noch ein paar Funfacts: Deutsche, und einzige, Partnerstadt von Astoria ist natürlich Walldorf :). Es wurde hier übrigens einiges für Hollywood gedreht, unter anderem der Kindergartencop oder die Goonies!

Das war ganz schön viel Action für einen “Reisetag”. Am nächsten Morgen brechen wir auf in Richtung Washington. Wir überqueren die Astoria-Merger-Bridge, übrigens die längste „Fachwerkbrücke“ in Nordamerika, endlich wieder auf “unserer” 101, und erreichen schließlich “Seahawks Country”.

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