Bobike Mini: Entspanntes Kita-Pendeln mit dem Junior

18. April 2018

Eine Sache, die uns in den ersten Monaten nach der Geburt des Juniors unglaublich genervt hat, war, dass wir mit Kind nicht „Fahrrad-Mobil“ waren. Uns war von Anfang an klar, dass ein Anhänger aus verschiedensten Gründen nicht in die Tüte kommt und für ein Lastenfahrrad ist bei uns einfach kein Platz. Die perfekt Lösung für uns war, bzw. ist immer noch, ein vor dem Fahrer montierter Kindersitz vom niederländischen Hersteller bobikeWer in den Niederlanden schon unterwegs war, hat die Sitze von bobike sicherlich schon gesehen, es gibt sie in allen möglichen Ausführungen und es sieht für die Kleinen eigentlich immer sehr entspannt aus, wenn sie darin sitzen.

Hier in Deutschland sieht man das erstaunlicher Weise immer noch sehr selten. Gefühlt haben die meisten Leute einen ausgeblichen Römer-Kindersitz auf dem Gepäckträger montiert. Auch diese Option kam für uns im Moment nicht in Frage.

Unsere Wahl: bobike Mini

Wir wollen uns mit dem Sohnemann bei der Fahrt unterhalten und vor allem sehen können, was er da so treibt. Nach kurzer Recherche haben wir uns für das Model „bobike Mini“ entschieden. Der Hersteller empfiehlt, dass die Kleinen mindestens neun Monate alt sein oder eigenständig Sitzen können sollten. Beides traf bei uns etwa gleichzeitig zu, so dass wir es kaum erwarten konnten endlich wieder etwas mobiler, u. v. a. für kürzere Strecken unabhängiger vom Auto, zu werden. Gerade in dieser Wartezeit, haben wir gemerkt, wie sehr wir es vermissen uns mit dem Rad zu bewegen.

Da das Kind jeden Tag den Bonner Venusberg hochgefahren werden muss, war uns ebenfalls klar, jetzt geht es ohne Umweg direkt in den Rentnermodus und ein e-bike muss her! Wer einen Kindersitz für vorne kauft, der sollte unbedingt bedenken, dass der Abstand zwischen Lenker und Sitz jetzt eine große Rolle spielt, da man sonst permanent mit den Knien an den Sitzt stößt und recht unbequem in „Watschelposition“ radeln muss. Sprich nicht jedes Rad ist geeignet, daher haben wir erst den Sitz und dann das passende Rad gekauft, so dass wir in Ruhe ausprobieren konnten.

Die nächste Folgeanschaffung war dann noch die passende Windschutzscheibe für den Sitz, aber das ist eine wirklich gute Investition, wenn man dem Junior keine Fliegen aus dem Gesicht kratzen will. Außerdem fährt es sich windgeschützt doch noch ein wenig entspannter als vorher. Dafür bekommt der Fahrer schön den abgewiesenen Wind mitten ins Gesicht :). Für die Kombination Sitz + Scheibe investiert man aber keine 100 €.

Wir lieben unser Gespann

Unser Fazit ist eigentlich fast nur positiv. Einen Nachteil gibt es aber doch. Bei unserem Model sind die Gurte im Sitz hinter den Schultern nur eingesteckt, sprich nicht mit dem Sitz fest verankert. Das macht die mittlerweile größer werdende Konkurrenz anders, z. B. bei Thule oder Hamax sind hier 5-Punkt-Gurte verbaut. Allerdings muss man fairer Weise dazu sagen, dass wir schon einmal umgekippt sind und da haben die Gurte gehalten, trotzdem würde ich wegen dieses Punktes evtl. beim nächsten Mal zu einem anderen Model greifen.

Über unser Gespann bleibt zu sagen, dass Fahrgefühl und Komfort sehr gemütlich und angenehm sind. Insgesamt ist die Kombination Vordersitz + Rentnerrad super, können wir nur jedem empfehlen. Unser Kind ist total entspannt und bergab ein ziemlicher Adrenalinjunkie 🙂

Es gibt Fragen zu Sitz oder Rad, dann immer gerne her damit. Ihr habt gute Erfahrungen mit Anhängern gemacht und wollt uns „bekehren“, dann hinterlasst uns gerne ebenfalls einen Kommentar.

No Comments

Leave a Reply

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ja, ich stimme zu.