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wandern

Kinderkraxe ausprobieren in der Wahner Heide

13. September 2017

Unser kleiner “Testausflug” führte uns in die Wahner Heide. Ich wollte, bevor es auf größere Touren geht, schauen wie der Transport in der Kinderkraxe vom Sohnemann toleriert wird. Wir haben uns für eine Kraxe von Deuter entschieden und Träger und Getragener sind bis jetzt zufrieden.

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Wandern am Hartmannsweilerkopf / Vieil Armand

11. März 2015

Der Hartmannsweilerkopf (frz.: Vieil Armand) war im ersten Weltkrieg kurzfristig stark umkämpft und trägt heute noch die Narben aus diesem – jetzt über 100 Jahre alten – Konflikt. Als zwölfjähriger war ich mit meinen Eltern während eines Urlaubs dort zum ersten Mal und der Berg hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Da ich bereits in jungen Jahren ein Interesse für Geschichte im Allgemeinen und für den ersten Weltkrieg im besondern entwickelt habe, hat mich die Geschichte des Bergs sofort gepackt. In der alten Krypta hatte ich mir ein Heftchen zu den Kampfhandlungen gekauft, verschlungen und immer wieder gelesen. Dann war erst mal Ruhe. Continue Reading…

Sonntags auf dem Bergheidenweg

8. Februar 2015

Heute haben wir uns zum ersten Mal auf einen Traumpfad gewagt, den Bergheidenweg. Hier in Bonn liegt im Augenblick kein Schnee, daher sind wir Angelicas Wandertipp vom Blog wandernbonn.de gefolgt und haben uns in die Eifel aufgemacht. Schnee liegt dort jetzt noch genug, aber leider war es nicht so sonnig wie auf Angelicas Bildern. Wir haben heute alles mit einem Grauschleier gesehen, aber schön war die Wanderung trotzdem!

Zum Glück waren wir nicht nur wetter- sondern vor allem windfest angezogen, denn auf den Kuppen pfiff uns der Wind  zum Teil schon ganz ordentlich um die eingepackten Ohren. Wir sind die Route gegen den Uhrzeigersinn gelaufen und hatten den steilen Abstieg am Anfang und waren darüber doch recht froh. Zum Ende hin wäre uns das heute, dank Muskelkater vom Vortag, doch zu heftig gewesen.

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Durchs Siebengebierge

5. November 2014

Am letzten Oktober-Wochenende hat es uns bei relativ schönem Wetter – für eine kleine Wanderrunde – ins Siebengebirge gezogen. Bei solchem Wetter ist man dort nicht wirklich allein, aber ein wenig abseits der regulären Spazierpfade lässt es sich sehr schön laufen. In zwei gemütlichen Stunden ist die folgende Runde gut machbar.

Klassiker: Ausblick vom "Drei-Seen-Blick".

Klassiker: Ausblick vom „Drei-Seen-Blick“.

Start über den geteerten Weg Richtung Löwenburg, dann nach der ersten Steigung direkt dem geschotterten Weg in den Wald folgen. An den Mountainbike-Bauten weiter auf dem Pfad, einmal um die Kuppe herum und man stösst auf den regulären Wanderweg der zum „Drei-Seen-Blick“ führt. Von dort weiter Richtung Löwenbuerger Hof und dort weiter zum Trätschbachtal und nach etwa 600 Metern rechts zu „Über die Breiberge“ abbiegen. Spätestens ab hier wird die Menschendichte überschaubar.

Dem Weg immer weiter folgen bis ein Stein kommt der den Weg nach Rhöndorf weist. Hier haben wir uns nach rechts gewandt und sind wieder Retour gelaufen. Bis man auf den Wanderweg aus dem Rhöndorfertal Richtung Löwenburg kommt ist man auf diesem Stück für sich alleine und kann die Ruhe genießen. Es folgt zum Schluß ein Anstieg, der nochmals den Kreislauf in schwung bringt und dann ist man auch schon wieder am Löwenburger Hof. Etwa 15-20 Minuten später kommt man wieder am Parkplatz aus.

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Am Col de la Chapelotte

31. Oktober 2014

Meine persönliche Faszination für den Ersten Weltkrieg im allgemeinen und die Geschehnisse des Hartmannsweilerkopfes (HK), oder auch Hartmannswillerkopf oder Vieil Armand, im Besonderen hat uns am Tag der Einheit eine geführte Wanderung am Col de la Chapelotte eingebrockt. Organisiert wurde das Ganze von Detlef Bussat von den „Expedition Hartmannsweilerkopf„, einem Zusammenschluss von Menschen, die ebenso wie ich an der Geschichte des HK interessiert sind. Zum Hintergrund der Geschehnisse 14-18 verlinke ich an dieser Stelle den Teil unserer Führungsunterlagen, die darauf Bezug nehmen (mit freundliche Genehmigung von Expedition Hartmannsweilerkopf).

Von Saarbrücken aus war der Chapelotte nach guten 90 Minuten erreicht. In Badonviller gab es noch einen kurzen Stopp zwecks Aufnahme von Pain au chocolat. Treffpunkt war der Wanderparkplatz. Dort angekommen wurden wir auf unsere zwei Wanderführer aufgeteilt. Unser „Erklärbär“ sprach natürlich überwiegend Französisch, aber dank Übersetzung und rudimentären Sprachresten aus der Schule war es kein Problem den Ausführungen von Francois zu folgen.

Wir haben uns dann auch nicht allzu lange auf den Wanderwegen aufgehalten sondern verschwanden nach etwa 15 Minuten und 200m Waldweg im Gebüsch, um zuerst die Französischen Linien und Stollen zu besichtigen. Darauf folgend ging es auf die Kuppe des Chapelotte durchs ehemalige Niemandsland rüber in die Deutschen Linien und Stellungen.

Die Verwüstungen, die sich hier auch nach 100 Jahren in der Natur ablesen lassen können die damaligen Schrecken sicherlich nicht annähernd wiedergeben, doch zumindest bekommt man einen kleinen Eindruck welche Zerstörungskraft hier konzentriert auf einem relativ kleinen Gebiet erfolgt ist.

Die eigentliche Wanderung an sich war dann doch eher übersichtlich. Für die zurück gelegten 12,4 km waren wir insgesamt 5:44:21 Stunden unterwegs, bei recht übersichtlichen 585 Höhenmetern (insgesamt). Im Endeffekt ein Spaziergang, aber das Hauptaugenmerk lag ja auf der Führung, als auf der Wanderung.

Die für mich interessanteste Anekdote aus der Geschichte der Französischen Armee des 1. Weltkriegs war, dass Soldatenwitwen für auf dem Schlachtfeld gefallene Ehemänner eine Pension erhalten haben. Starb der Mann im Krankenhaus an seinen Verletzungen, dann gab es eine solche nicht.

Was man vor Ort am Chapelotte sehr gut sehen kann, dass die Deutschen Stellungen und hinteren Linien (ähnlich übrigens an vielen Kiegsschauplätzen des Elsass) wesentlich „gemütlicher und wohnlicher“ angelegt waren, als auf der Seite der Franzosen. Der Grund dafür ist relativ einfach: Der Deutsche wollte bleiben und die Stellungen halten, der Franzose befand sich gedanklich auf dem Durchmarsch Richtung Rhein und wollte sich nicht unnötig lange mit dem Ausbau der Stellungen aufhalten.

Insgesamt eine tolle Führung bei bestem Wetter. In einer Region, die natürlich zu einem wiederholten Besuch und dann einer „ordentlichen“ Wanderung einlädt.