Unsere 1. Fernreise mit Sohnemann: Planung An- und Abreise

14. April 2017

Reisen – ja, immer und gerne, aber mit Nachwuchs? Uns packt als frisch gebackene Jungfamilie mit Baby das Fernreisefieber, denn der Nachwuchs kostet ja (fast) nichts. Für uns geht es ab an die Westküste der USA. Ist jetzt nicht sonderlich exotisch oder am Ende der Welt, aber trotzdem sind wir mit einer ungefähren Reisedauer von 14 Stunden, jeweils ein Umstieg innerhalb Europas, ganz ordentlich unterwegs. Allerdings gibt es doch einige Tücken, vor allem, wenn man nicht mit der selben Airline hin und zurück fliegt.

Fangen wir mal vorne an. Eigentlich haben wir bis jetzt eigentlich alles auf eigene Faust gebucht, unser Silvester-Trip nach Costa Rica mit Stopp-Over in New York mal ausgenommen. Allerdings wird es recht unübersichtlich, sobald man einen Flug mit Kleinkind buchen möchte. Zum einen gibt es keine einheitlichen „Baby-Standards“ und jede Airline kann machen was sie will, zum anderen gibt es Airline-spezifische Besonderheiten die man nicht über Such-Portale oder auf den Webseiten buchen kann.

Bei hoffentlich besserem Wetter startet unsere Fernreise von AMS nach SFO mit einer Boeing 777-300 von KLM. Quelle: KLM Media Relations

Also sind wir nach sechs Jahren mal wieder ins Reisebüro gegangen. Wir haben uns dafür in die Hände von Frau Moecke vom Bonner Nordamerika-Spezialisten Haase-Reisen begeben. Die Beratung war 1A und all unsere Fragen zum Flug mit Kleinkind wurden vorab geklärt. Da wir sowohl Flug als auch Mietwagen über das Büro gebucht haben, gab es noch Sonderkonditionen bzgl. des Wagens. Unsere Buchung habe ich online verglichen, die Internet-Preise waren quasi identisch mit den Raten von Haase-Reisen. Also hier schon mal ein klarer Pluspunkt pro Reise-Büro!

Fernreise Besonderheiten für Kleinkinder: Gepäck

Wie bereits angedeutet gibt es bei der Buchung einer Fernreise einiges zu beachten. Eins vorne Weg: Die einfachste Version ist mit ein und der selben Airline An- und Abreisen! Aus einem für uns nicht ignorierbaren Preisvorteil haben wir darauf verzichtet.

Wir fliegen also über Amsterdam nach San Francisco mit KLM, und mit Delta von Seattle über Paris zurück. So weit so preisgünstig :). Beide Airlines gehören zur SkyTeam-Airline-Allianz. Trotzdem sind die Vorgaben für die Gepäckmitnahme leider nicht einheitlich. Das heißt in unserem Fall: Hinflug mit KLM, pro Person ist ein Handgepäck frei an Bord, für den Sohnemann bedeutet das bis zu 12 Kilogramm an Babyreisekram. Auf dem Rückflug mit Delta ist das leider anders. Da darf Sohnemann kein Handgepäck mitführen. Dann müssen wir also etwas geschickter packen, zumal dann auch unser aufzugebendes Gepäck sicherlich an den 23 Kilogramm kratzen wird… Eins ist übrigens bei beiden Gesellschaften gleich: Für den Junior sind es pro Strecke 10 Kilogramm Reisegepäck

Fernreise Besonderheiten für Kleinkinder: Sitzplätze

Interessant wird es bei der Sitzplatzvergabe im Flieger. Wir möchten gerne, in der Hoffnung, dass Junior dann noch die Anforderungen erfüllt, gerne eine sog. Bassinet (KLM) oder Skycott (Delta), haben. Das sind die Bettchen, die man an der Kabinenwand einhängen kann. Vorteil: es gibt etwas mehr Beinfreiheit für die Eltern und damit auch noch die Option den Kleinen auf den Boden zum spielen zu legen.

Bei unserer Fernreise sitzen wir dann auf dem Hinweg ganz vorne vor Kopf (Bulkhead).
Quelle: KLM_Economy_En_route_SFO-AMS.jpg: Remco Groeneweg from Den Haag, Netherlands derivative work: Altair78 (talk), KLM Economy En route SFO-AMS 77W, Beschnitt von herrundfraubayer, CC BY-SA 2.0

Nach Rücksprache mit dem Reisebüro, die haben auch nochmals mit KLM telefoniert, kann für Eltern mit Kleinkind erst eine Woche vor Abflug der entsprechende Platz im Flieger reserviert werden. Da wir auf diesem Flug die vegetarische alternative Menü-Auswahl testen wollten, denn das reguläre Essen von unserer letzt jährigen NYC Rückreise war eine Katastrophe, habe ich mich bei KLM eingeloggt und das Essen vorbestellt. Dabei wollte ich mich noch zum Thema Sitzplatzwahl im persönlichen Bereich umschauen und siehe da, wir wurden bereits geseated! Und zwar wie gewünscht Bulkhead, super! Für den Hinflug ist also schon mal alles bestens 😀

Zurück geht es von SEA nach CDG mit einem Airbus A330-300. Quelle: Delta Air Lines

Auf dem Rückflug ist das leider nicht ganz so cool mit Delta Airlines. Dort gibt es je nach Flughafen unterschiedliche Policies. Beim Abflug von Seattle ist leider kein vorheriger Check-In der „Baby-Plätze“ möglich, auch nicht gegen Gebühr. Die werden auf der Basis von „First come first served“ vergeben. Da werfen sich dann doch Fragen auf, was eigentlich passiert, wenn mehr Babys als passende Plätze an Bord sind? Das ist zwar laut Reisebüro noch nie in bei Kunden passiert, aber wir wären ungern die ersten…

Wie auch immer, wir sind gespannt, und freuen uns schon, mal wieder außerhalb der Schulferien verreisen zu können. Ihr habt Reise-Tipps mit Babys für uns, bzw. wollt eigene Erfahrungen teilen, dann immer gerne in die Kommentare!

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Unsere 1. Fernreise mit Sohnemann: Planung An- und Abreise

von Daniel Lesezeit: 3 min
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