Leiden – unser (vorerst) letzter Ausflug zu zweit

11. Dezember 2016

Kurz vor der Entbindung unseres Sohnes wollten wir uns eine kleine Auszeit von unserem persönlichen Baby(vorbereitungs)trubel gönnen. Da lag es – sprichwörtlich – nahe, unsere holländischen Nachbarn über den 3. Oktober in Leiden zu besuchen.

Aber warum fährt man ausgerechnet nach Leiden? Zum einen waren wir schonmal für einen Nachmittag dort und fanden das Städtchen sehr nett, zum anderen gab es ein gutes Angebot des frisch eröffneten Boutique Hotels d’Oude Morsch (Impressionen siehe weiter unten). Also nüscht wie hin!

Funfact: Die Uni Leiden ist die „Stammuni“ des niederländischen Königshauses.

Entspannte Leidender Grachten. ©HerrundFrauBayer

Entspannte Leidener Grachten. ©HerrundFrauBayer

Was wir allerdings nicht wussten: In Leiden ist am 3. Oktober ebenfalls ein Feiertag, man feiert den Sieg über die Spanier im Jahre 1574 das sog. „Leidens Ontzet“(Leidens Entsatz).

Die Feierlichkeiten erstrecken sich über das komplette Stadtzentrum. Überall gibt es Bier-, Futterbuden und Bühnen, die ab dem frühen Abend mit Musik bespielt werden. Im Zentrum ist auf den großen Plätzen eine amtliche Kirmes aufgebaut. Insgesamt ist also ein tolle Stimmung in der Stadt und abends bekommt man ordentlich was auf die Ohren!

Party on Leiden!

Leiden Onzet, die Stadt feiert sich! ©HerrundFrauBayer

Leidens Ontzet, die Stadt feiert sich! ©HerrundFrauBayer

Ganz Leiden ist auf der Straße und feiert, so dass man nur eines tun kann: mitmachen. Zumal, wie in unserem Fall, eine der größeren Bühnen direkt neben dem Hotel stand! Immerhin hatten wir das Zimmer, das den größten Abstand zum Geschehen hatte. Klingt aber schlimmer als es schlussendlich war :). Freundlicherweise  wurden wir vom Hotel mit der Buchungsbestätigung auf die Festivitäten und den Ausnahmezustand hingewiesen.

Da wir, wie bereits erwähnt, schon mal auf eine Stippvisite hier waren, haben wir uns die „Touri must dos“ wie Pieterskerk, Burcht oder Stadhuis gespart und uns nur auf bummeln, futtern und entspannen konzentriert. Großartig! Das Wetter war uns meist hold und bescherte uns fast nur blauen Himmel und Sonnenschein. Neben den (international) üblichen Innenstadt-Einerleiladenketten hat Leiden auch viele kleine Läden und Boutiquen zu bieten. Gerade wenn es um Accessoires oder allen möglichen Kinderkram geht, kommt man hier definitiv auf seine Kosten. Von einem großflächigen Designer-Pop-Up-Store über irre „Natur-Accesoires“, gemeint sind Schmetterlings-Sammlerkästen oder ausgestopfte Waldtiere von klein bis groß, wird rund um den Kern der Altstadt viel geboten.

Ja, es wurde auch geshoppt... ©HerrundFrauBayer

Ja, es wurde auch geshoppt… ©HerrundFrauBayer

Ist man von der ganzen Bummelei erschöpft gibt es reichlich Möglichkeiten in kleinen Cafés, Bistros oder Bars zu verschnaufen. Bei gutem Wetter sitzt man direkt an oder auf der Gracht. Ist es doch mal etwas kälter oder nässer, dann verlagert sich das Geschehen eben in die Räumlichkeiten. Die Auswahl an Lokalitäten ist groß und jeder sollte ein für sich gemütliches Plätzchen finden. Wir haben uns tagsüber zum Beispiel bei Roos, Vooraf en toe und Bagels & Beans sehr wohl gefühlt und gut getrunken, gefrühstückt und gegessen. Zum Abend hin haben wir uns relativ unspektakulär, an einem Abend eine leckere, riesige Pizza bei Very Italian Pizza schmecken lassen und am anderen Abend gab es schmackhaftes Cajun/Soul Food im De la Soul.

Abstecher an die See

Leiden ist so nah an der Nordsee, dass wir auf dem Heimweg noch einen Zwischenstopp am Meer, und zwar in Noorweijk an Zee, einlegen mussten. Ein Spaziergang am Strand und ein frischer Kibbeling auf der Düne waren ein toller Abschluss eines schönen Ausflugs in trauter Zweisamkeit.

Wir sind schon sehr gespannt, wie sich unsere zukünftigen Ausflüge, Unternehmungen und Reisen zu dritt gestalten werden. Dazu wird man an dieser Stelle sicherlich mehr lesen können 🙂

Die Impressionen vom Boutique Hotel d’Oude Morsch:

You Might Also Like

No Comments

Kommentar verfassen

Leiden – unser (vorerst) letzter Ausflug zu zweit

von Daniel Lesezeit: 3 min
0
%d Bloggern gefällt das: