Brooklyn mit den Augen eines Big Apple Greeter

24. November 2016

Ostern waren wir zum zweiten Mal in New York und diesmal haben wir Glück gehabt. In New York gibt es die sogenannten „Big Apple Greeter„. Dabei handelt es sich um eine ehrenamtlich arbeitende Organisation, die eine Art „Reiseführer“ zur Verfügung gestellt. Wobei der sogenannte Greeter genau das nicht ist, ein Touristenführer. Das überlässt man lieber den ausgebildeten Profis. Deswegen ist der deutsche Begriff Reiseführer etwas irreführend, Nachbarschaftsführer trifft es als Übersetzung eher.

Als wir 2011 das erste Mal im Big Apple zu Besuch waren, haben wir uns recht kurzfristig beworben und keinen Greeter bekommen. Diesmal hatten wir knapp sechs Monate Vorlauf und siehe da, es hat geklappt. Auf der Homepage des Vereins füllt man ein Formular aus und kann dann hoffen für den Wunschtermin und die Wunschnachbarschaft einen Greeter zugeteilt zu bekommen. Alternativ kann man auch mitteilen, dass man sich die Lieblingsgegend des Greeters zeigen lässt.

Mit einem Big Apple Greeter durch Brooklyn

Ob es mit einem Greet wirklich klappt, das erfährt man relativ knapp vor dem eigentlichen Wunschtermin. Wir wurden ein paar Tage vor Abflug informiert. Man erhält die Kontaktdaten des Greeters und kann sich dann zu Treffpunkt und allem weiteren vorab austauschen.

Wir trafen uns direkt vor unserem AirB’nB und fuhren erst mal ein paar Stationen mit der Metro. Unser Greeter zeigte uns Brooklyn rund um die Brooklyn Bridge. Wir waren u. a. an der Kirche von Henry Ward Beecher, Bruder von Harriet Beecher Stowe, der Autorin von Onkel Toms Hütte. Dort hatte auch schon Abraham Lincoln gesprochen und von dort aus wurde die Underground Railroad, die geflohenen Sklaven aus dem Süden zur Flucht nach Kanada verhalf, organisiert.Weiter ging es zum Ufer, von wo aus George Washington zur Flucht, nach der verlorenen Schlacht von Long Island (27.8.1776) gegen die Briten, über den East River übersetzte. Die Details rund um die Brooklyn Bridge kriege ich nicht mehr zusammen 😉

Das waren aber nur die historisch wichtigsten Punkte auf unserem Greet. Es gab noch viele weitere Infos, z. B. zur Nachbarschaft und deren Zusammensetzung und wie sie sich verändert. Außerdem bekamen wir noch reichlich Tipps für unseren Aufenthalt in Washington :). Viele dieser Orte und der dazugehörigen Infos hätten wir ohne unseren Greeter nie entdeckt. Für uns vergingen die zweieinhalb Stunden wie im Flug und es hat sich sehr gelohnt. Wir können jedem empfehlen: Versucht in New York einen Big Apple Greeter zu ergattern!

Wer, wie wir, eine gute Zeit hatte, der kann der Organisation eine Spende zukommen lassen. Das haben wir natürlich auch gemacht und hoffen beim nächsten Besuch wieder in den Genuss eines Greets zu kommen!

 

 

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2 Comments

  • Reply sonja 25. November 2016 at 14:00

    als zufällig Vorbeisurfende ebenso frisch Vermählte wünsche ich dem Brautpaar alles Gute! … Wow Brooklyn hat ein wenig Ähnlichkeit mit Shoreditch in London! Weiß nicht ob du das kennst aber es erinnert mich ein wenig an die Gegend. auch sehr jung und sehr hipp und das Zentrum ist die bricklane. Kannst ja mal googlen und die Bilder vergleichen. Eine Frage hätt ich doch und zwar wollt ich dort immer hin, weiß aber nicht genau wo sich das befindet. Es handelt sich um das Titel foto des Films „es war einmal in Amerika“. ich glaub da sieht man den Hudson River aus ner Häuserecke herausstechen. Dort wollt ich hin, könnt aber in der von dir beschriebenen Gegend sein. Kurze Antwort wär toll 🙂 sonja

    • Reply Daniel 27. November 2016 at 1:03

      Hi Sonja,

      den Stadtteil von London kenne ich in der Tat noch nicht, klingt sehr interessant. Die von Dir gesuchte Gegend sollte rund um die Williamsburg Bridge sein, also noch ein gutes Stück nördlicher und momentan sehr hip und angesagt. Ich hoffe das hilft Dir weiter.

      Viele Grüße
      Daniel

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