Decathlon: Air Seconds XL 5.2 – Praxistest in der Bretagne

25. August 2016

Seit meinem ersten Einkauf bei Decathlon im September 2005 in der Nähe von Valencia bin ich großer Fan eben jener Kette. Schon viele Teile aus den unterschiedlichsten Abteilungen nutzen wir ausgiebig und wurden bisher qualitativ noch nie enttäuscht. Da wir ein neues Zelt benötigten, wollten wir zum einen zukunftssicher, sprich Nachwuchs wird schon eingeplant, zum anderen ein möglichst einfach und schnell aufzubauendes Reisezelt für längere Urlaube kaufen. Schließlich ist es das „Air Seconds XL 5.2“ geworden.

Der Aufbau ist genauso simpel wie er von Decathlon beworben wird. Das Zelt haben wir natürlich vor dem Urlaub testweise aufgebaut und das Ganze dabei gefilmt, und nebenbei auch noch die Filmfunktion der Xiaomi Yi Actioncam getestet und unser erstes Filmchen für den Blog gemacht 🙂

Aufbau im Schweinsgalopp

Ich habe beim ersten Versuch etwa 20 Minuten gebraucht, um das Zelt mit vier Heringen zu fixieren, die drei Luftkammern aufzupumpen und dann den Vorraum zu spannen. Die restlichen Heringe für den Boden und die Strippen zum abspannen der Außenhaut sind ebenfalls rasch gesetzt und nach etwas weniger als 30 Minuten war das Zelt bezugsbereit. Das Prozedere haben wir allerdings beim letzten Aufbau in der Bretagne bereits in 20 Minuten hingekriegt. Ich denke viel schneller kann das Air Seconds XL von einer Einzelperson nicht aufgestellt werden.

Das Platzangebot des Zeltes ist wirklich riesig. Der Vorraum (ca 7m²) bot uns an zwei regnerischen Abenden genügend Platz, obwohl wir mit einem größeren Tisch, zwei Stühlen, unseren Packboxen und der „Küche“ schon ordentlich Raum gebraucht haben. Die beiden Schlafkammern waren für zwei Personen absolut überdimensioniert, aber lieber zu viel als zu wenig Platz 😉

Wetter, Wetter, Wetter!

Da die Bretagne ja für ihr unstetes Wetter bekannt ist, haben wir so ziemlich alle Wetterlagen von „es regnet und pustet ordentlich“ bis zu „windstill und affenheiß“ mit dem Zelt erlebt. Es hat alles ertragen und die Stabilität war stets gegeben. Ein kleines Minus gab es aber doch:  Das Zelt, sieht man auch an den Fotos, „hängt etwas durch“. Das heißt zwischen den Luftkammern lässt sich die Außenhaut nicht zu 100% auf Spannung bringen und so sammelte sich etwas Regen auf dem Dach, aber der Stoff war dicht.

Die Qualität des Materials ist, zumindest nach unserer Erfahrung, Decathlon typisch gut. Die Verarbeitung war an allen Stellen einwandfrei und ist definitiv für längeren/mehrmaligen Gebrauch ausgelegt. Trotz allem positiven, zeigt sich bei zweieinhalb Wochen Campingurlaub dann doch noch die ein oder andere Schwäche.

Also was hat uns gestört, bzw. schaut Euch die Bilder dazu unten in der Galerie an:

  • Das „Fliegenfenster“ des Vorraumes hat das Rollo auf der Innenseite. Das ist zwar bequem, aber nicht ganz optimal,was man merkt, dass es regnet und einem klar wird, dass das Wasser jetzt ins Zelt laufen könnte. Es ist zwar so vernäht, dass Wasser nach außen ablaufen sollte, ist aber definitiv eine Schwachstelle in der Konstruktion.
  • Die Reißverschlüsse der „Schlaftüren“ lassen sich nicht gemeinsam verschieben. Es gibt nur die Option auf oder zu. Das hatten wir im alten Zelt anders und das war recht komfortabel, wenn man mal eine passgenaue Öffnung benötigt.
  • Das Fliegenfenster in der Zelttür hat leider nur eine Befestigung für das aufgerollte Rollo in der Mitte. Sieht nicht nur doof aus, sondern die Seitenränder hängen nervig in der Gegend rum. Kein Drama, aber uns hat es gestört.
  • Die Designer von Decathlon scheinen leider davon auszugehen, dass eine Tür nur komplett geöffnet wird. Wenn man die Tür nur zur Hälfte öffnet gibt es leider keine Möglichkeit diese zu befestigen.

Nichts desto trotz ziehen wir ein eindeutig positives Fazit unserer Zeit im Air Seconds XL. Alle Witterungen wurden gut überstanden und der Aufbau im Regen lief dank Luftkammer ruck zuck. Weiteren Einsätzen steht erst mal nichts im Wege. Wer Fragen zum Zelt hat kann diese gerne in die Kommentare posten, dann haben alle was davon!

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3 Comments

  • Reply Heiko Wulf 12. Juni 2017 at 18:52

    Hallo, ich habe auch vor mir das 5.2 zu kaufen. Leider konnte ich es bei Decatlon nicht aufgebaut anschauen.
    Was mir bei dem 6er sehr gut gefallen hat ist das der Boden Komplett mit einem Reisverschluss an Aussenzelt befestigt ist.
    Wie ist es denn bei dem 5er?
    Bodensanierung fest oder „nur“ reingelegt?

    Danke und Gruß

    • Reply Daniel 12. Juni 2017 at 21:03

      Hi Heiko,

      der Boden ist fest integriert und der vordere Rand kann umgeklappt werden. Das komplette Zelt ist, hast Du bestimmt beim 6er gesehen, „aus einem Stück“. Hoffe das hilft Dir weiter. Bei weiteren Fragen melde Dich gerne.

      Viele Grüße
      Daniel

  • Reply Bretagne: Unsere Campingplätze im Finistere SudHerr und Frau Bayer 6. Oktober 2016 at 10:13

    […] wie wir, gerne mit dem Zelt verreist, der landet naturgemäß auf einem Campingplatz. Wie nach unserem Urlaub auf Korsika […]

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