Auf den Spuren von Frau Haas – Wochenende mit Aussicht

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Zum Geburtstag schenkte mir mein Angetrauter ein Wochenende an den Drehorten meiner deutschen Lieblingsserie „Mord mit Aussicht“. Wir waren sozusagen auf den Spuren von Frau Kriminaloberkommissarin Sophie Haas unterwegs. Was für ein liebevoll und gut überlegtes Geschenk, ich freue mich heute noch über das Wochenende.

Los ging es Samstag vormittags. Wir starteten an einem der Hauptdrehorte, der Polizeiwache in Hengasch. In der Realität befindet sie sich in Bornheim-Hemmerich an der Ecke Jennerstraße und Kreuzbergstraße. Da hat mein Herz schon mal eine Runde höher geschlagen. Nach den ersten verdächtigen Fotos mussten wir auch schon weiter ziehen, denn es waren ja noch weitere Highlights geplant.

Mit dem Auto ging es dann quer durch die Eifel nach Altenahr, wo Herr Bayer eine Wandertour, wie ihr wisst, drehen wir gerne mal ein Ründchen, durch das idyllische Ahrtal und die umliegenden Weinberge vorbereitet hatte. Es ging hoch hinaus aufs Teufelsley, wo wir eine atemberaubende Aussicht bei klarem, sonnigen Wetter über das Ahrtal genossen. Nach dem steilen Abstieg ging’s weiter durch Wald und Wiesen und der nächste bekannte Punkt auf der Route war das Teufelsloch.

Da geht es lang! ©HerrundFrauBayer

Da geht es lang zur Aussicht! ©HerrundFrauBayer

Einkehr im Hotel Lochmühle

Nach unserer gut 11 km langen Tour (Daten zu finden auf GPSies) machten wir uns auf den Weg zum Hotel Lochmühle, welches wir schon von den Weinbergen über Mayschoss aus sehen konnten. Das Hotel Lochmühle diente als Kulisse für „Die Traube“ in der (neunten) Folge „Spätlese“ der ersten Staffel, sowie dem „Lovehotel Traube“ in der gleichnamigen zehnten Folge der dritten Staffel. Eigentlich wollten wir auf ein Stückchen Kuchen hin, aber beim Anblick der Terrasse und des Gesamtzustands des Hotels pausierten wir in dieser Kulisse nur für eine schnelle Limo nach unserer schweißtreibenden Wanderung.

Die Sonne senkte sich langsam am Himmel und für uns ging es weiter durch die Heimat der Mordserie mit Aussicht. Unser nächstes Ziel war weiter quer durch die Eifel, der Nettersheimer Hof, natürlich in Nettersheim. Dort hatte Daniel auch ein Zimmer gebucht.

Über Nacht im Hengascher / Zwiebelfelder Hof

Im Hof des "Hangascher/Zwiebelfelder Hofs". ©HerrundFrauBayer

Im Hof des „Hangascher/Zwiebelfelder Hofs“. ©HerrundFrauBayer

Den Nettersheimer Hof, mit seinem tollen Innenhof, kann man in der zweiten Staffel direkt in zwei Folgen sehen, einmal als „Hengascher Hof“ in Folge drei: „Und ewig singt das Blaukelchen“ und ein weiteres Mal als „Zwiebelfelder Hof“ getarnt, im Staffelfinale „Der Schandbaum“.

Der Abend war schon angebrochen und wir machten uns auf kleine Erkundungstour durch die nette Eifelmetropole. Der Nettersheimer Hof liegt relativ zentral , wie fast alles in diesem Ort. So waren es nur ein paar Fußminuten bis zum Freistaat Eifel.

Dort mussten wir uns ein wenig gedulden, um an einen Tisch zu kommen – eine Reservierung empfielt sich. Das Essen war sehr lecker, regional und wurde im gemütlichen kleinen Gastraum mit viel Ambiente serviert. Auf jeden Fall weiter zu empfehlen! Wir hoffen, dass, so wie vom Kellner angedeutet, es das Restaurant tatsächlich auch bald in Bonn gibt. Mit vollem Bauch und guter Laune, taperten wir müde in unsere Betten, da wir doch vergleichsweise sehr viel frische Luft und Auslauf bekommen hatten.

Am nächsten Morgen verließen wir den Nettersheimer Hof, nach einem leider durchschnittlichen Frühstück, eher nicht mitbuchen, um in Bonn unserer ersten Bürgerpflicht als Wähler nachzukommen. Anschließend verschlug es uns dann auf die andere Rheinseite.

Leider kein Kuchen im (Gasthof) Aubach

Unser Tagesziel war Seelscheid, wo Herr Bayer eine weitere lohnenswerte Wanderroute parat hatte, dankenswerter Weise auf einen Tipp eines Kollegen hin. Wir begaben uns auf den Kräuterweg und wanderten trotz Nieselregen und grauer Wolken durch das wunderschöne Naafbachtal.

So gut wie da. Hinter den Bäumen wartet das "Aubach". Frau Bayer ist nicht mehr zu halten. ©HerrundFrauBayer

So gut wie da. Hinter den Bäumen wartet das „Aubach“. Frau Bayer ist nicht mehr zu halten. ©HerrundFrauBayer

Ich war eh nicht zu stoppen, hatten wir doch ein weiteres Superziel vor Augen, den „Gasthof Aubach“ welcher inmitten von Seelscheid als „Gasthof Röttgen“ aufzufinden ist. Der wirklich idyllische Ortskern rund um den Gasthof kommt besonders in der siebten Folge der dritten Staffel „Einer muss singen“ zum Vorschein. Den Gasthof Aubach kann man in den meisten Folgen der Eifelserie bewundern. Leider kamen wir gerade zur Mittagspause, sodass wir auf unseren Kaffekranz verzichten mussten. Funfact: Das Gastwirtpaar heißt mit Nachnamen Haas.

Ein letztes Ziel hatte ich noch, das alte Jagdhaus, in welchem Sophie Haas mehr oder weniger gerne wohnt. Dieses befindet sich laut Internetquellen in Much und bei genauerem Hinsehen kann man es in Much auch finden, versteckt hinter Büschen und Zäunen.

Ich war zufrieden, denn ich hatte das für mich Wichtigste gesehen: Polizeiwache, Jagdhaus, Gasthof Aubach und noch weitere schöne Drehorte. Zudem haben wir zwei ausgiebige Wanderungen gemacht und zumindest am Samstag tolles Wetter gehabt. Ein wirklich gelungenes Wochenende, besonders für mich als „Haas-Fan“.

Ich kann die Wanderungen und die ganze Route sehr empfehlen, auch wenn wir viele Kilometer abgerissen (zu Fuß und im Auto) haben. Wir haben malerische und sehr unterschiedliche Landschaften genossen. Wenn es euch also auf die Spuren von Frau Haas zieht, nur los!

P.S.: Ein Tipp für alles Mord mit Aussicht Fans. Am 28.12. strahlte die ARD den „Mord mit Aussicht-Film“ aus! Ob es allerdings mit der zur Zeit erfolgreichsten Serie im Ersten weiter geht, das steht leider noch in den Sternen…

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  1. ihr habt eure tour wirklich schoen beschrieben:-))
    danke dafür. habs gern gelesen
    lieben gruß aus bielefeld
    rolf