Polaroidrahmen für Fotobox (Photo Booth) selber machen

23. Dezember 2014

Durch unsere aller erste Hochzeits-Lektüre „Einfach heiraten!“ von Stefanie Luxat sind wir auf den selbst gemachten Polaroidrahmen aufmerksam geworden. So einer sollte es auf jeden Fall werden und der Beschreibung nach wäre das ja auch nicht so schwer…

Doch weit gefehlt. In Stefanies Blog gab/gibt es noch Mal eine genauere Anleitung doch diese war für uns nicht umsetzbar. Im Großraum Köln/Bonn habe ich alle Bastelzubehörläden abgeklappert und angerufen, aber hier in der Umgebung gibt es die Bastelpappe in dieser Größe nur, wenn diese extra bestellt wird und man eine komplette Palette abnimmt… Das kam für uns so natürlich nicht in Frage. Guter Rat war teuer und so ging es zum örtlichen OBI Baumarkt. Wir stromerten durch die Holzabteilung um Alternativen für die Bastelpappe zu suchen und wir wurden fündig :).

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Der Rohling ist fertig zum Transport.

Dank der guten Beratung sah unsere Lösung wie folgt aus: Basis ist eine Platte aus HDF, vorne weiß und hinten „Pressholzfarbe“. Wir haben dann die Polaroidmaße auf 110% hochgerechnet und entsprechende hat uns der OBI Mitarbeiter im Holzzuschnitt alles zurecht gesägt. Allerdings wurde der Mittelteil nicht direkt komplett ausgeschnitteb, damit sich das gute Stück stabil transportieren lässt und die Form hält.

Da Claudia Lehrerin ist, war es auch kein Problem eine passende frei hängende Konstruktion für Rahmen und Hintergrund zu basteln. Das ging nämlich so: 4x alte Kartenständer aus der Schule + Panzertape + 2x Vierkantlatte (etwa 2 Meter lang) bildeten das Grundgerüst. Für den Hintergrund haben wir uns bei IKEA eine entsprechend große Bahn Stoff gekauft und einfach auf die hintere Latte genagelt. Den Rahmen haben wir dann am Tag vor der Hochzeit final ausgesägt und mit Angelschnur um die vordere Latte geknotet, sieht man auch im Bild.

Unser "System" mehr oder weniger en Detail: Latten mit Panzertape an den Kartenständern fixiert, Hintergrund auf Latte genagelt und den Rahmen mittels Angelschnur aufgehängt. Helfer im Bild: Der Bräutigamsvater und Teile des Bräutigambruders.

Unser „System“ mehr oder weniger en Detail: Latten mit Panzertape an den Kartenständern fixiert, Hintergrund auf Latte genagelt und den Rahmen mittels Angelschnur aufgehängt. Helfer im Bild: Der Bräutigamsvater und Teile des Bräutigambruders.

Die Konstruktion sah nicht zu 100% vertrauenerweckend aus und mein Vater – der alte Ingenieur – war davon überzeugt, dass das keine 10 Minuten hält :). Aber was soll ich sagen, es hat gehalten und wir wurden mit tollen Erinnerungsfotos belohnt. Allerdings würde ich bei einem erneuten Aufbau dringend empfehlen an das Ende des Hintergrunds eine weitere Latte zu befestigen, damit der Stoff erstens glatt bleibt und zweitens nicht während der Fotos weggeweht wird.

Um die Kreativität der Gäste noch etwas zu erhöhen haben wir noch ein Requisiten-Set gekauft, kennt mittlerweile Jeder glaube ich. Insgesamt ein Selbstläufer, vor allem wenn nach den ersten zwei Glas Sekt die Scheu vor der Kamera verschwindet. Zum einen haben die Gäste durchweg Spaß zum anderen hatten wir direkt die ersten Fotos für die Danksagungskarten.
Der Kostenaufwand belief sich etwa € 25,00 und der Auf- und Abbau keine ganze Stunde.
Ihr habt Euch auch ein „Photo Booth“ gebaut? Dann würde uns, und sicherlich viele weitere Leser, sehr interessieren, wie Ihr das gemacht habt! Einfach rein damit in die Kommentare 🙂

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